#FreeThemAll: Maria Ressa | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit
Philippinen 29.06.2020

#FreeThemAll: Maria Ressa

Maria Ressa © picture alliance/AP Photo | Aaron Favila

Auf den Philippinen ist die Journalistin Maria Ressa, die als Mitgründerin und Direktorin der Nachrichtenseite Rappler bekannt ist, wegen „Verleumdung“ zu einer Haftstrafe von bis zu sechs Jahren verurteilt worden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte das Urteil gegen Ressa scharf. Nicht zuletzt, weil die Gesetzgebung zu Cyberkriminalität, unter der Ressa verurteilt wurde, erst nach ihrer vermeintlichen Straftat in Kraft getreten ist. Eigentlich war das Verfahren gegen die Journalistin, die sich aufgrund eines Artikels aus dem Jahr 2012 vor Gericht verantworten sollte, deshalb bereits 2018 eingestellt worden. 2019 nahm das philippinische Justizministerium den Fall jedoch erneut auf. 

Rappler war als unabhängige Nachrichtenplattform bereits in der Vergangenheit immer wieder in das Visier der Behörden geraten. Diese warfen der Organisation unter anderem Steuerhinterziehung vor und drohten sogar damit, die Seite durch eine Lizenzentziehung stillzulegen. Maria Ressa war bereits im Februar 2019 willkürlich festgenommen und für einen Tag inhaftiert worden.  



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